Tabu online spielen: Regeln, Punkte und Tipps für die Runde per Video

So funktioniert das Begriffe-Erklären, wenn der Tisch ein Videoanruf ist: per Chat oder per Stimme erklären, wer ein verbotenes Wort erwischt, wie ein Zug gewertet wird – und die Tipps, die gute Erklärer ausmachen.

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Das Spiel in einem Absatz

Eine Person bekommt einen Begriff und muss die anderen dazu bringen, ihn zu sagen. Der Haken ist eine kurze Liste verbotener Wörter darunter – bei „Leuchtturm“ etwa Meer, Licht, Schiff, Turm und Küste –, also genau die Wörter, nach denen jeder zuerst greifen würde. Erkläre ohne sie, gegen die Uhr, und alle, die den Begriff erraten, bekommen Punkte. Dann ist die nächste Person dran.

Mehr ist es nicht, und genau deshalb funktioniert es in fast jeder Gruppe: Niemand muss etwas wissen, man muss nur schnell um die Ecke denken. Und deshalb gehört es zu den wenigen Partyspielen, die im Videoanruf besser werden statt schlechter – das Erklären ist ohnehin nur Reden.

Was sich online ändert

Am Tisch passt auf die verbotenen Wörter auf, wer neben der erklärenden Person sitzt und die Karte sieht. Online gibt es kein Daneben. Jemand muss die Karte halten, jemand die Zeit nehmen, und jemand muss merken, dass „das ist wie ein Turm, aber am Meer“ gerade zwei verbotene Wörter enthielt. Im normalen Videoanruf ist dieser Jemand meistens der Gastgeber – der dann den Abend als Schiedsrichter verbringt statt als Mitspieler.

Auf omequiz übernimmt der Raum diese Aufgaben. Die erklärende Person sieht den Begriff und seine verbotenen Wörter auf dem eigenen Bildschirm, sonst niemand, der Zug läuft auf einer Uhr, und richtige Tipps werden von selbst erkannt und gewertet. Alle anderen spielen einfach.

Per Chat oder per Stimme erklären

Erklären geht auf zwei Arten, und ein Raum kann beide mischen. Getippte Hinweise werden geprüft, bevor sie jemand sieht: Eine Zeile mit einem verbotenen Wort wird abgelehnt, kostet die erklärende Person 30 Punkte, und der Raum erfährt, dass ein verbotenes Wort fiel – nicht welches, denn die verbotenen Wörter zeigen direkt auf die Lösung. Kleine Abwandlungen rutschen nicht durch: „Lichter“ wird genauso erkannt wie „Licht“.

Gesprochene Hinweise im Voice-Chat sind schneller und deutlich lustiger, und keine Maschine hört mit. Dafür gibt es den Buzzer. Sobald du den Begriff erraten hast, siehst du die Karte auch, und wenn du hörst, dass ein verbotenes Wort fällt, drückst du den Buzzer: Die erklärende Person verliert 30 Punkte. Jede Person kann pro Zug einmal buzzern – ein Versprecher kostet eine Strafe, keine Lawine.

Wie ein Zug gewertet wird

Früh raten lohnt sich, sowohl in der Reihenfolge als auch in der Zeit. Wer den Begriff als Erstes hat, bekommt 100 Punkte für den ersten Platz und bis zu 150 dafür, wie viel vom Zug noch übrig war; jede weitere Person bekommt für ihren Platz 20 weniger, nie unter 50, plus ihren eigenen Tempobonus. Die erklärende Person bekommt 40 Punkte für jede Person, die es schafft – gut erklären zahlt sich aus, und ein Zug, in dem alle raten, ist der beste Zug des Erklärers.

Ein richtiger Tipp wird den anderen nie gezeigt. Sie sehen, dass du es hast, nicht was du getippt hast, damit der Zug für alle anderen offen bleibt. Wer knapp danebenliegt, bekommt privat ein „fast“ und weiß, in welche Richtung es geht; Artikel, Mehrzahl und Umlaute werden verziehen, „der Hund“, „Hunde“ und „Baer“ für „Bär“ zählen, wo sie sollen.

Pro Zug gibt es zwei Mal Überspringen. Nutze sie früh: Ein Begriff, zu dem dir kein Einstieg einfällt, wird mit dreißig Sekunden weniger auf der Uhr nicht leichter.

Tipps für die Person, die erklärt

Erst breit, dann eng. Zuerst „ein Gebäude“, dann „steht an der Küste“, dann „blinkt nachts“. Jede Zeile sollte die möglichen Antworten halbieren; ein cleverer Einzelhinweis, der erst funktioniert, wenn der Raum schon nah dran ist, verpufft am Anfang.

Beschreib eine Situation statt der Sache. Verbotene Wörter sammeln sich um die naheliegende Definition, eine Szene geht um sie herum: Für „Regenschirm“ brauchst du keinen Regen, wenn du sagen kannst „den spannst du auf, wenn du rausgehst und der Himmel grau ist“.

Nutze die Lücken, die Leute von selbst füllen. „Schneewittchen und die sieben …“ bringt „Zwerge“ ohne ein einziges verbotenes Wort, und ein unvollendeter Satz ist der schnellste Hinweis überhaupt.

Und wenn du festhängst: überspringen. Die zwei Überspringer sind zum Ausgeben da, und ein Raum, der jemandem eine Minute lang beim Kreisen um einen Begriff zusieht, ist der einzige wirklich zähe Moment dieses Spiels.

Tipps für die Ratenden

Viel tippen, kurz tippen. Ein falscher Tipp kostet nichts, und jeder verrät der erklärenden Person, was der Raum gerade denkt – oft genau der Hinweis, an dem sie nachsteuern kann. Ein Wort pro Tipp ist schneller als ein Satz und wird genauso gut erkannt.

Sag die Kategorie laut, bevor du das Wort hast. „Ist es ein Tier?“ im Voice-Chat macht aus einem breiten Hinweis einen engen, für alle, und die erklärende Person kann nicken, ohne etwas Verbotenes zu sagen.

Achte auf das „fast“. Es heißt, dass dir eine Endung oder ein Buchstabe fehlt, und der richtige nächste Tipp ist meist die naheliegende Variante dessen, was du gerade getippt hast.

Die Runde einstellen

Drei bis acht Leute sind ideal. Zu zweit erklärt einer und einer rät, das geht, ist aber ein Duett; über acht schnappen die schnellsten Tipper jeden Begriff weg und der Rest gibt auf. Jede Person erklärt einmal pro Runde, ein Spiel hat eine bis drei Runden mit 60 bis 120 Sekunden pro Zug – zwei Runden à 80 Sekunden sind bei fünf Leuten gut zehn Minuten.

Legt die Sprache der Begriffe in der Lobby fest, bevor ihr startet – genau dort fragt omequiz danach. Ein Tipp zählt nur in der Sprache des Begriffs, und niemand sollte nach seinem Zug erfahren, dass „Kuh“ nie „cow“ werden konnte. Die Begriffe stammen aus einer handgeschriebenen Liste mit rund 475 Karten pro Sprache, in drei Stufen, die der Host in der Lobby wählt: Einfach sind Alltagsdinge wie „Regenschirm“, Mittel braucht mehr Umschreibung wie „Leuchtturm“, und Schwer ist Abstraktes oder Seltenes wie „Nostalgie“ oder „Lampenfieber“. Gemischt, die Voreinstellung, zieht aus allen dreien. Bei so vielen Karten wiederholt sich eine Runde nicht.

Kameras bleiben optional. Tabu lässt sich komplett per Chat spielen, per Stimme mit Kamera aus oder als volle Videorunde – die Gesichter sind ein Bonus, keine Voraussetzung.

Ohne App spielen

Das gleiche Spiel geht mit etwas Vorbereitung in jedem Videoanruf. Schreib zwanzig Begriffe mit je vier verbotenen Wörtern, schick sie nacheinander privat an die Person, die dran ist, stell einen Handy-Timer und führ die Punkte auf Papier. Das funktioniert – und zeigt sofort, welche Aufgaben der Gastgeber jetzt übernimmt: Kartenhalter, Zeitnehmer, Schiedsrichter, Punktezähler. Statt mitzuspielen.

Der schnellste Weg drumherum: Raum öffnen, Tabu als Modus wählen, die Sprache festlegen, den sechsstelligen Code verschicken und starten, sobald alle bereit sind.

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