Fragen, die Geschichten auslösen
Dreißig Fragen in vier Runden, ausgesucht für eine Generation, die ungefähr zwischen 1940 und 1965 geboren ist: eine Runde über die Fünfziger bis Siebziger, eine über Alltag und Haushalt von damals, eine Runde Sprichwörter zum Ergänzen und zum Schluss Allgemeinwissen, Natur und Geografie in angenehmer Schwierigkeit. Die Fragen sind zum Vorlesen geschrieben – für den Seniorentreff, den Wohnbereich im Pflegeheim, den Kaffeenachmittag mit der Familie oder die Gruppe zum Gedächtnistraining.
Zu jeder Antwort gehören ein, zwei Sätze Kontext und meist eine Frage an die Runde: Wer erinnert sich? Wer war dabei? Diese zweite Frage ist der eigentliche Kern. Ein Quiz mit älteren Menschen ist dann gelungen, wenn nach der Frage zum Wunder von Bern zehn Minuten lang erzählt wird, wo man das Spiel gehört hat – und nicht, wenn alle dreißig Fragen in zwanzig Minuten abgehakt sind. Plane deshalb lieber zu wenige Fragen als zu viele. Eine Runde mit acht Fragen füllt mit dem Erzählen leicht eine Dreiviertelstunde.
Viele Gruppen sind gemischt: Menschen aus Ost und West, aus der Stadt und vom Dorf, manche sind erst später nach Deutschland gekommen. Die Fragen versuchen, beiden deutschen Geschichten gerecht zu werden, und wo eine Erinnerung nur im Westen oder nur im Osten gilt, steht es dabei. Die Unterschiede sind kein Hindernis, sondern oft das beste Gespräch des Nachmittags: Wer mit dem Käfer groß geworden ist, weiß selten, wie lange man auf einen Trabi gewartet hat.
Runde eins: Die Fünfziger bis Siebziger
1. Wer betrat 1969 als erster Mensch den Mond? Neil Armstrong, am 21. Juli – nach deutscher Zeit kurz vor vier Uhr morgens. Buzz Aldrin folgte ihm, Michael Collins blieb im Raumschiff in der Mondumlaufbahn. Wer hat damals nachts vor dem Fernseher gesessen oder sich eigens den Wecker gestellt?
2. In welchem Jahr wurde die deutsche Nationalmannschaft zum ersten Mal Fußball-Weltmeister, und wie heißt das Endspiel bis heute? 1954, „das Wunder von Bern“: 3:2 gegen Ungarn, das in der Vorrunde noch 8:3 gegen Deutschland gewonnen hatte. Kaum jemand besaß einen Fernseher; die meisten hörten Herbert Zimmermanns Reportage im Radio, andere standen vor dem Schaufenster eines Elektrogeschäfts. Wer hat das Spiel miterlebt – oder kennt die Geschichte aus der Familie?
3. Welcher Wirtschaftsminister und spätere Bundeskanzler gilt als Vater des Wirtschaftswunders und war selten ohne Zigarre zu sehen? Ludwig Erhard. Er war von 1949 bis 1963 Wirtschaftsminister und danach drei Jahre Kanzler; sein bekanntestes Buch heißt „Wohlstand für Alle“. Was war in der Familie die erste große Anschaffung, als es aufwärtsging – der Kühlschrank, die Waschmaschine oder die erste Reise nach Italien?
4. Welcher amerikanische Sänger war von 1958 bis 1960 als Soldat in Hessen stationiert? Elvis Presley. Er diente in Friedberg, wohnte in Bad Nauheim und lernte in Deutschland Priscilla kennen, seine spätere Frau; vor seinem Haus warteten jeden Tag Fans auf ein Autogramm. Wer hatte eine Elvis-Platte – und wer fand den Hüftschwung eher unmöglich?
5. In welcher deutschen Stadt spielten die Beatles Anfang der Sechziger nächtelang in Clubs, bevor sie berühmt wurden? In Hamburg, auf St. Pauli, unter anderem im Kaiserkeller und im Star-Club. Später nahmen sie sogar zwei Lieder auf Deutsch auf: „Komm, gib mir deine Hand“ und „Sie liebt dich“. Wer war für die Beatles, wer für die Rolling Stones – und wer doch lieber für Peter Kraus und Conny Froboess?
6. In welchem Jahr begann in der Bundesrepublik das Farbfernsehen? 1967, auf der Funkausstellung in Berlin, wo der damalige Außenminister Willy Brandt einen symbolischen Knopf drückte – das Bild soll schon einen Augenblick vorher farbig gewesen sein, weil ein Techniker zu früh schaltete. In der DDR folgte das Farbfernsehen 1969. Die ersten Geräte waren teuer, und in den meisten Wohnzimmern blieb es noch Jahre schwarz-weiß. Wer hatte den ersten Farbfernseher im Haus?
7. Welche kleine Figur mit Spitzbart und Zipfelmütze wünschte Kindern ab 1959 im Fernsehen jeden Abend eine gute Nacht? Das Sandmännchen. Es gab gleich zwei, beide 1959 in Berlin entstanden: eines im Osten beim Deutschen Fernsehfunk, eines im Westen beim Sender Freies Berlin. Das Sandmännchen aus dem Osten war ein paar Tage früher auf Sendung und läuft bis heute. Wer hat es mit den eigenen Kindern oder Enkeln geschaut?
8. In welchem Jahr wurde die Berliner Mauer gebaut, und in welchem fiel sie? Gebaut wurde sie ab dem 13. August 1961, geöffnet am Abend des 9. November 1989; achtundzwanzig Jahre lang trennte sie Familien, Freunde und Nachbarn. Wo war man, als die Bilder von der offenen Grenze kamen – und wer hatte Verwandte „drüben“?
Runde zwei: Alltag und Haushalt damals
9. Wie viel war ein Groschen wert? Zehn Pfennig. Wenn bei jemandem endlich etwas klar wurde, hieß es: „Der Groschen ist gefallen“ – wie bei einem Automaten, in dem die Münze erst hängen bleibt. In Österreich war der Groschen übrigens ein Hundertstel Schilling. Was gab es damals für ein paar Groschen am Kiosk?
10. In welchem Jahr wurde in den Westzonen die D-Mark eingeführt? 1948, mit der Währungsreform am 20. Juni. Jeder bekam zunächst vierzig D-Mark „Kopfgeld“, und viele erzählen, dass die Schaufenster am nächsten Tag plötzlich voll waren; wenige Tage später folgte in der sowjetischen Zone eine eigene Währungsreform. Im Osten kam die D-Mark erst 1990, und bis zum Euro-Bargeld 2002 blieb sie. Wer weiß noch, was die Eltern vom ersten neuen Geld gekauft haben?
11. Im Westen war der Käfer das Auto des Wirtschaftswunders. Wie hieß das kleine Auto aus Zwickau, auf das man in der DDR oft viele Jahre warten musste? Der Trabant, liebevoll Trabi genannt, mit einer Karosserie aus Duroplast, einem Kunststoff; gebaut wurde er bis 1991. Wer hatte einen Käfer, wer einen Trabi – und wer erinnert sich an die erste große Fahrt damit?
12. Wie nannte man den kleinen Laden an der Ecke, in dem die Inhaberin hinter der Theke stand und vieles noch einzeln abwog? Den Tante-Emma-Laden; in der DDR ging man oft einfach in den „Konsum“. Selbstbedienung setzte sich erst nach und nach durch. Wer durfte dort anschreiben lassen und später bezahlen – und wer bekam als Kind ein Bonbon aus dem großen Glas?
13. Bei einem Telefon mit Wählscheibe: Welche Ziffer dauerte am längsten? Die Null. Die Scheibe lief nach jeder Ziffer zurück und gab dabei Impulse in die Leitung, bei der Null zehn. Viele Haushalte hatten lange gar kein Telefon; man ging zu den Nachbarn oder in die Telefonzelle, und in der DDR wartete man auf einen Anschluss oft jahrelang. Wer kannte die eigene Nummer von damals auswendig – und wer weiß sie heute noch?
14. Mit wie vielen Umdrehungen pro Minute lief eine Single? Mit 45. Die Langspielplatte drehte sich mit 33⅓, die alten Schellackplatten mit 78. Im Westen stand der Plattenspieler oft in der Musiktruhe im Wohnzimmer, im Osten kamen Schlager und Beat meist vom Label Amiga. Welche Platte war die erste eigene?
15. Mit welchem Spruch warb der Deutsche Gewerkschaftsbund 1956 für den freien Samstag? „Samstags gehört Vati mir.“ In vielen Betrieben wurde damals noch sechs Tage in der Woche gearbeitet. Bis das freie Wochenende selbstverständlich war, dauerte es Jahre, für Schulkinder oft noch länger. Wer musste samstags noch zur Schule oder zur Arbeit?
16. Welcher Tag war in vielen Familien Badetag? Der Samstag. Der Badeofen wurde mit Holz oder Kohle angeheizt, und weil warmes Wasser kostbar war, stiegen oft mehrere nacheinander ins selbe Wasser – manchmal in eine Zinkwanne in der Küche. Wer durfte als Erstes hinein, und wer bekam das Wasser zuletzt?
Runde drei: Sprichwörter ergänzen
Lies die erste Hälfte vor und lass die Runde den Rest sagen, gern auch im Chor. In dieser Runde gibt es keine Punkte für Schnelligkeit, und wer eine Variante aus seiner Familie oder seiner Gegend kennt, hat ebenfalls recht. Nach jedem Sprichwort lohnt sich die Frage, ob es eigentlich stimmt – dort fangen die besten Gespräche an.
17. „Morgenstund hat …“ – „… Gold im Mund.“ Im Englischen sagt man übrigens, der frühe Vogel fange den Wurm, und das kennen viele auch auf Deutsch. Wer war von Natur aus Frühaufsteher, und wer musste es werden – für die Schicht, den Stall oder den Schulweg?
18. „Wer anderen eine Grube gräbt, …“ – „… fällt selbst hinein.“ Der Gedanke steht schon in der Bibel, im Buch der Sprüche. Wer kennt eine Geschichte, in der jemand genau so hereingefallen ist?
19. „Was Hänschen nicht lernt, …“ – „… lernt Hans nimmermehr.“ Stimmt das? Viele in der Runde haben mit sechzig oder siebzig noch etwas ganz Neues gelernt, ein Instrument, eine Sprache oder das Videotelefonieren mit den Enkeln. Was war das zuletzt Gelernte?
20. „Der Apfel fällt nicht weit …“ – „… vom Stamm.“ Eine gute Gelegenheit für die Frage, wem in der Familie man am ähnlichsten ist – und worin.
21. „Wer den Pfennig nicht ehrt, …“ – „… ist des Talers nicht wert.“ Der Taler war jahrhundertelang eine Silbermünze, und von seinem Namen kommt das Wort „Dollar“. Wer hat am Weltspartag Ende Oktober das Sparschwein zur Sparkasse getragen?
22. „Reden ist Silber, …“ – „… Schweigen ist Gold.“ Wer war in der Familie der Redner, wer der Schweigsame – und wer hatte am Ende meistens recht?
23. „Wer rastet, …“ – „… der rostet.“ Ein Sprichwort, das gut zu einer Quizrunde passt. Was hält einen heute in Bewegung – der Garten, der Chor, die Enkel oder das Kreuzworträtsel?
Runde vier: Allgemeinwissen, Natur und Geografie
24. Welcher Fluss hat die längste Strecke in Deutschland? Der Rhein. Die Donau ist als ganzer Fluss zwar länger, fließt aber zum größeren Teil durch andere Länder bis ans Schwarze Meer. Wer hat eine Rheinfahrt gemacht, vielleicht an der Loreley vorbei?
25. Wie heißt der höchste Berg Deutschlands, und wie hoch ist er ungefähr? Die Zugspitze, knapp dreitausend Meter – genau 2.962. Sie liegt direkt an der Grenze zu Österreich. Wer war schon oben, mit der Zahnradbahn, der Seilbahn oder zu Fuß?
26. Wie viele Bundesländer hat Deutschland? Sechzehn, seit der Wiedervereinigung 1990. Vorher hatte die Bundesrepublik zehn Länder, dazu West-Berlin mit seinem Sonderstatus; in der DDR waren die Länder 1952 durch vierzehn Bezirke ersetzt worden. Wer kann alle sechzehn aufzählen – und die Hauptstädte gleich dazu?
27. Welcher große Vogel mit rotem Schnabel kommt im Frühjahr aus dem Süden zurück und nistet auf Kirchtürmen und Schornsteinen? Der Weißstorch. Viele ziehen im Herbst bis nach Afrika, manche bleiben inzwischen schon in Spanien. Und die Geschichte, dass der Storch die Kinder bringt – wer hat sie als Kind noch geglaubt?
28. Wie viele Jahre ist ein Paar bei der Goldenen Hochzeit verheiratet? Fünfzig. Die Silberne feiert man nach fünfundzwanzig Jahren, die Diamantene nach sechzig, die Eiserne nach fünfundsechzig. Wer hat schon eine Goldene Hochzeit gefeiert oder war bei einer zu Gast?
29. Welche ist die größte Insel Deutschlands? Rügen, in der Ostsee. Berühmt sind die weißen Kreidefelsen, die Caspar David Friedrich gemalt hat. Wer hat dort Urlaub gemacht – oder lieber auf Sylt, auf Usedom oder an der Nordsee?
30. Welcher „Stern“ leuchtet am Abend oft als Erster und ist in Wahrheit gar kein Stern? Die Venus, der Abendstern, der zu anderen Zeiten als Morgenstern zu sehen ist. Nach Sonne und Mond ist sie das hellste natürliche Objekt am Himmel. Wer hat sie schon einmal bewusst gesehen, vielleicht auf dem Heimweg an einem Winterabend?
Vorlesen, Zeit lassen, im Team spielen
Lies jede Frage langsam vor, und lies sie zweimal. Nicht, weil die Runde schlecht folgen könnte, sondern weil eine Frage beim zweiten Hören ankommt, wenn beim ersten Mal noch Kaffee eingeschenkt wurde. Danach gilt: die Pause aushalten. Dreißig Sekunden Stille fühlen sich für die Spielleitung endlos an und sind für die Runde genau die Zeit, die das Erinnern braucht. Wenn die Runde eine Minute will, bekommt sie eine Minute.
Spielt in Teams statt jeder für sich. Drei oder vier Personen an einem Tisch sind eine gute Größe: Niemand sitzt allein mit einer falschen Antwort da, die Stilleren können flüstern, statt laut raten zu müssen, und am Tisch wird schon erzählt, bevor die Lösung kommt. Setz die Tische so zusammen, dass an jedem jemand sitzt, der gern redet.
Falsche Antworten werden nie vorgeführt. Sag die richtige Lösung freundlich und ohne Kommentar zu dem, was geraten wurde, und lass auch halbe Treffer gelten: „In dem Sommer, als wir an der Ostsee waren“ ist eine völlig ausreichende Antwort auf die Frage nach der Mondlandung. Viele Gruppen zählen gar keine Punkte oder vergeben einen Extrapunkt für die schönste Geschichte – das funktioniert gerade deshalb gut, weil ihn jeder gewinnen kann.
Für Handzettel gilt: groß drucken, in einer schlichten Schrift ohne Schnörkel, dunkle Schrift auf hellem, mattem Papier, eine oder zwei Fragen pro Blatt; etwa 18 Punkt sind ein guter Ausgangspunkt. Schätzfragen sind eine schöne Ergänzung, weil jeder eine Zahl nennen kann und niemand ganz danebenliegt. Und lieber zu früh aufhören als zu spät: Nach einer Dreiviertelstunde ist eine Kaffeepause mehr wert als acht weitere Fragen.
Wenn Hören oder Sehen schwerfällt
Bei Schwerhörigkeit hilft Deutlichkeit mehr als Lautstärke. Sprich langsam und klar, mit dem Gesicht zur Runde, damit Lippen und Mimik mitgelesen werden können, und stell dich nicht vor ein helles Fenster, das dein Gesicht in den Schatten setzt. Radio und Fernseher aus, die Tür zu: Hintergrundgeräusche gehören für Hörgeräte zu den größten Problemen. Wer schlecht hört, sitzt vorn und in deiner Nähe. Hat der Raum eine Induktionsschleife oder gibt es ein Mikrofon, nutze es.
Schreib das Stichwort jeder Frage beim Vorlesen groß auf ein Flipchart oder eine Tafel: „Mondlandung“, „Groschen“, „Zugspitze“. Das fängt alle auf, die ein Wort verpasst haben, und es hilft denen, die sich Geschriebenes leichter merken als Gehörtes.
Bei eingeschränktem Sehen ist es umgekehrt. Lies alles vor, auch die Antwortmöglichkeiten, wenn es welche gibt, und beschreib jedes Bild, das du zeigst. Auf einem Bildschirm oder einer Leinwand ist große, kontrastreiche Schrift Pflicht. Und geh beim Vorlesen einmal durch den Raum – du merkst schnell, an welchem Tisch etwas nicht ankommt.
Warum die Geschichten wichtiger sind als die Punkte
In der Altenpflege und der sozialen Betreuung hat das, worum es hier geht, einen Namen: Biografiearbeit. Gemeint ist das gemeinsame Erinnern an das eigene Leben, angestoßen von vertrauten Dingen – einem Foto, einem alten Schlager, einem Gegenstand aus der Küche von früher oder eben einer Quizfrage. Es geht nicht darum, Wissen abzufragen, sondern darum, dass Menschen von sich erzählen und dabei gehört werden. Wer erfährt, dass Frau M. dreißig Jahre lang den Laden ihrer Eltern geführt hat, spricht danach anders mit ihr.
Dass gerade Fragen nach der Jugend so gut funktionieren, beschreibt auch die Gedächtnisforschung: Erinnerungen aus der Jugend und dem frühen Erwachsenenalter bleiben bei den meisten Menschen besonders lebendig. Deshalb kommen auf die Frage nach dem Wunder von Bern oft mehr Antworten als auf eine Frage nach dem vergangenen Jahr.
Ehrlich bleiben sollte man bei dem, was ein Quiz leisten kann. Es ist keine Therapie und keine Behandlung, und es schützt vor keiner Krankheit. Es ist eine gesellige Art, den Kopf zu beschäftigen, miteinander ins Gespräch zu kommen und einen Nachmittag zu erleben, an dem jemand etwas weiß, das sonst niemand im Raum wusste. Das ist viel.
Und Erinnerungen sind nicht immer heiter. Krieg, Flucht und Vertreibung, die Teilung des Landes, die mageren ersten Nachkriegsjahre – manche Frage berührt mehr, als die Spielleitung ahnt. Kenne deine Gruppe, hak nicht nach, wenn jemand nicht erzählen möchte, und gib einer traurigen Geschichte Raum, statt schnell zur nächsten Frage zu springen.
Die besten Fragen überhaupt sind die über die Gruppe selbst: das Kino im Ort, die Fabrik, in der die halbe Stadt gearbeitet hat, der Tanzsaal am Samstagabend. Ein paar solche Fragen zu schreiben kostet einen Abend und lohnt sich vielfach.
Mit den Enkeln spielen
Ein Quiz ist eines der wenigen Spiele, bei denen Großeltern und Enkel wirklich auf Augenhöhe sind: Die einen wissen, wann die Mauer gebaut wurde, die anderen, wie das Handy funktioniert. Auf omequiz öffnet einer von beiden, meist das Enkelkind, einen Raum und schickt den sechsstelligen Code. Die anderen geben ihn im Browser ein, am Handy, am Tablet oder am Laptop; installieren muss man nichts. Ein Raum fasst bis zu zehn Spieler, sodass auch die Familie in einer anderen Stadt mitspielen kann, und Sprach- und Videochat gibt es für alle, die wollen – beides ist freiwillig.
Eines solltest du vorher wissen: Gezählt werden richtige Antworten und Tempo. Eine Fünfzehnjährige tippt meist schneller als ihre Großmutter, auch wenn beide die Antwort kennen. Deshalb spielen die Generationen am besten gemischt im Team, Oma und Enkel an einem Gerät, eine liest, einer tippt, statt gegeneinander. Für den Raum wählst du bis zu drei der neun Kategorien; Geschichte und Geografie sind für eine Familienrunde ein guter Anfang.
Wer es ruhiger mag, tippt die Fragen von dieser Seite in ein eigenes Quiz im Editor, mit drei falschen Antwortmöglichkeiten zu jeder, und gibt jeder Frage bis zu sechzig Sekunden Zeit. Und jeden Tag gibt es die Tagesrunde mit fünf Fragen – ein kleines Ritual, das Großeltern und Enkel jeweils für sich spielen und abends am Telefon vergleichen können.
Im Pflegeheim: Fernseher oder Beamer
Im Gemeinschafts- oder Aktivitätsraum ist der große Bildschirm die beste Hilfe, die du hast. Schließ einen Laptop per HDMI-Kabel an den Fernseher oder den Beamer an, dann gibt es drei Wege durch die Runde, je nachdem, wie viel Technik die Gruppe mag.
Der einfachste: Du liest die Fragen von dieser Seite vor und zeigst auf dem Bildschirm nur das Stichwort oder ein passendes Bild. Die Teams schreiben ihre Antworten auf Zettel oder sagen sie laut. Keine Geräte, kein WLAN-Passwort, nichts, was schiefgehen kann.
Der mittlere: Du tippst die Fragen vorher in ein eigenes Quiz und spielst es im Quiz-Night-Modus. Dann leitest du die Runde, ohne selbst mitzuspielen; der Bildschirm zeigt Frage und Antwortmöglichkeiten in großer Schrift, ein Zähler zeigt, wie viele schon geantwortet haben, und du deckst die Lösung auf, wenn die Runde so weit ist. Jeder Tisch antwortet gemeinsam auf einem Tablet.
Der dritte: Alle, die ein Handy haben und mitspielen möchten, treten selbst bei, bis zu zehn Geräte pro Raum. Das passt zu Gruppen, in denen die meisten ohnehin mit dem Smartphone umgehen.
Wie auch immer du es machst: Stell die Stühle im Halbkreis vor den Bildschirm und zieh die Vorhänge so weit zu, dass kein Fenster spiegelt, aber nicht so weit, dass man die Gesichter der anderen nicht mehr erkennt. Wer schlecht hört, liest viel von den Lippen ab.
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